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Rheinuferlauf | Rund 60 Teilnehmer am dritten Wettbewerb - Verpasster Abzweig war rasch verschmerzt
Von Gregor Starosczyk Gerlach, Mainzer Rhein Zeitung
Laufen oder Walken? Unabhängig davon, wofür die Teilnehmer des "Rheinufer1aufes" sich entschieden hatten. Für das persönliche Endergebnis war das ohne Bedeutung. Den Beweis lieferten die Gesichter der Sportler. Ob zuvor mit Stocken oder ohne unterwegs, am Ziel spiegelte sich in ihnen eine éihnliche Zufriedenheit.
Die Trophäe, die auch der Letzte, der ins Ziel kam, mit nach Hause nehmen konnte, war dieselbe: eine große Portion Spaß und eine schöne Erinnerung.

Und los geht's: Für die Wassersportfreunde zeigte der Herbst noch einmal sein goldiges Gesicht. (Foto: Harry Braun)
Rund 60 junge und jung gebliebene Laufer machten sich gestem gegen halb elf auf eine fünf beziehungsweise zehn Kilometer lange Strecke auf. Die Einladung dazu kam von den "Natur- und Wassersportfreunden" aus Heidesheim und das im dritten Jahr in Folge.
Wie kommen Wassersportfreunde aber dazu, einen Lauf zu veranstalten? "Wir sind ein kreativer Verein und dank der schönen Natur so nah am Rhein bietet sich so eine Veranstaltung einfach an", sagte Sibylle Piefkowski vom Verein. Das Glück mit dem Wetter kam gratis hinzu. Die Sonnenstrahlen wärmten die Luft angenehm auf. Drei Stunden vor dem Start zeigte das Thermometer in Heidenfahrt noch vier Grad Celsius an.
Am Ende kamen alle Sportler ins Ziel. Mancher im Sprint, andere gemütlicher, ein Paar gar Händchenhaltend, einzelne Personen auch unter Schmerzen. Ans Aufgeben dachten aber auch sie nicht. "Hauptsache, man schafft es", meinte Heidrun Schaefer. Die 65jährige lief die kürzere Strecke.
Erst vor fünf Jahren begann sie, Sport zu treiben und hatte mit Nordic Walking angefangen. Das Laufen kam irgendwann dazu. Jetzt, mit einem Becher in der Hand, war sie nicht nur mit ihrer Zeit zufrieden. Sondem auch mit dem Panorama unterwegs. Es war ein wirklich schöner Lauf. "Vom Gelände der Wassersportfreunde führte der Weg am Damm entlang in Richtung Nonnenaue an Heidesheimer Obstplantagen vorbei." Zurück führte er am Rhein.
Viel Lob spendete Patrick Berlenbach den Organisatoren. Auch wenn ihm und einigen in der schnellsten Gruppe ein Missgeschick passierte. Bei Kilometer 1,7 war die Streckenführung offenbar undeutlich. Sie liefen weiter, statt abzubiegen. Berlenbach sah es am Ziel gelassen. "Ansonsten war die Strecke sehr gut beschildert. Nächstes Jahr werde ich noch mal mitmachen." Traurig wer dagegen der zehnährige Ole. Am Ziel flossen fast die Tränen. Er und sein Kumpel Felix übersahen ebenso den Hinweis mit den Richtungswechsel an gleicher Stelle. Erst als die Anstrengung vorüberging, verflog auch der Frust. Die Mutter tröstete: Schließlich sei er nicht fünf, sonderm sogar acht Kilometer gelaufen. Ole und Felix zwei ware nicht die einzigen Kinder dabei. Zeitgleich mit seinem Vater sprintete Simon (elf Jahre alt) über die Ziellinie. Auf der Strecke dachte er einmal ans Aufgeben. "lch wollte es langsam angehen lassen." Das Tempo der Gruppe sei ihm anfangs zu schnell gewesen. Doch der Vater machte ihm Mut. Der Lauf begeisterte offenbar Jung und Alt gleichermaßen. Passend nannten die Natur- und Wassersportfreunde daher das Event: „Fun-Lauf mit Zeitmessung". Und wie Piefkowski versicherte, werde es eine vierte Ausgabe im kommenden Jahr auf jeden Fall geben.
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